Juni 24, 2004 10:14 EM
Colorpic - Farbenwahl leicht gemacht.
Endlich mal wieder was für die Sektion Softblog.
Klein, handlich und natürlich 100% Freeware.
Einfach über den Bildschirm mit der Maus fahren und schon werden bei Mausklick die Farbwerte angezeigt.
Vorgefertigte Farbpaletten gibts auch noch. Was will man mehr?

Download gibts hier -> COLORPIC
Juni 16, 2004 10:56 FM
Ein windiger Artikel...
Vor einigen Wochen beim Frühstück mit Freunden: Ich blicke in die Runde der zufriedenen und kauenden Gesichter und gebe die folgenden Worte zum Besten: „Wenn Ihr mal die letzten Jahre Eures Lebens Revue passieren lasst...“ Plötzlich geniesse ich die komplette Aufmerksamkeit des Tisches. Jegliche Kau- und Schmieraktivitäten werden eingestellt und erwartungsvolle Blicke treffen mich.
„...findet Ihr nicht auch, dass es in diesen letzten Jahren immer windiger geworden ist?“ Ich kann sehen, wie sich Enttäuschung in den Gesichtern meiner Freunde breit macht und die Frühstücksaktivitäten langsam wieder aufgenommen werden. „Ich dachte jetzt kommt was ganz Wichtiges!“, „Keine Ahnung, was mit dem Wind ist!“ sind Antworten, die mir resigniert entgegen gebracht werden.
Und da sehen wir es schon: Offensichtlich macht sich über den Sachverhalt des Windes niemand Gedanken. Und ich rede bei meiner „Mehr-Wind“-These nicht von wirklich schweren Stürmen, die lokal auftreten. Die haben in den letzten Jahren sicherlich in Ihrer Anzahl zugenommen. Das wurde mit sogar von meinen jetzt bereits beim nächsten Brötchen befindlichen Frühstücks Kollegen bestätigt.
Ich spreche hier von dem täglichen Windaufkommen, wie wir ihm beim Einkaufen, Arbeiten, Wandern, Garten liegen oder Radfahren begegnen. Ich gehe also den Weg zum Experten: Der deutsche Wetterdienst (dwd) muss es doch eigentlich wissen und da es heutzutage zu wirklich allem eine Statistik gibt, sollte man mir dort auch sagen können, wie sich der Wind in den letzten Jahren so entwickelt hat. Klar hat der dwd die entsprechenden Daten zu Hand und ist auch bereit, diese für günstige 54,20 Euro zur Verfügung zu stellen. Ich konnte mich jedoch noch nicht dazu durchringen, diesen Betrag zu investieren.
Welche Indizien könnte es also geben, die meine „Mehr-Wind“-These stützent? Einer meiner Ansatzpunkte ist die zunehmende Anzahl und die erhöhte Intensität von Heuschnupfen Anfällen. Mehr Wind bedeutet mehr Pollenflug und somit mehr Beschwerden bei den Betroffenen. Ein weiterer Ansatzpunkt meinerseits sind die Radausfahrten (als Triathlet bin ich hier durchaus betroffen), die mit frustrierenden Gegenwindpassagen gespickt sind. Auch da habe ich das Gefühl: Windstille ist kaum noch anzutreffen.
Wie dem auch sei, konnte ich bisher wenig Interesse für meine These wecken. Daher wollte ich versuchen, hier ein wenig Sensibilität für diese windige Angelegenheit schaffen. Wenn also demnächst jemand aus dem Fenster schaut und feststellt, dass sich die Blätter der Bäume schon wieder bewegen, jemand die Mittagspause im Freien verbringt und ihm der Kittel wegfliegt oder jemand wie ich mit dem Rad unterwegs ist und der Wind wieder mal von vorne bläßt, dann könnte es daran liegen, dass es einfach immer windiger wird...
Juni 10, 2004 05:22 EM
Juni 5, 2004 06:54 EM
Sum Sum Sum – Bienchen Sum herum
Es gibt da eine Menge Bienchen die so herum summen. Sicher können Sie es hören, wie die kleinen Bienchen auf der Blumenwiese summen und summen. Unermüdlich fliegen Sie und sammeln den Honig. Liefern den Honig beim Bienenstock ab und fliegen wieder los.
Warum machen die kleinen Bienchen das?
Da sind zunächst die allgemeinen Bienenmotivatoren:
- Honig für den Eigenverzehr.
- Ein kleines Schleifchen im Haar. (wie im Judo, verschiedenen Farben und Dan´s)
- Einige Bienchen wollen an sich selbst arbeiten und möchten gerne Ihrer Flugfähigkeiten verbessern. (Ziel ist auch hier wieder das richtige, farblich gestaltete Haarband und natürlich der Honig)
Idealerweise habe Sie einen Bienenstock, zu dem die Bienchen gerne zurückfliegen, weil sie sich dort wohl fühlen und nette Teambienchen summen herum. Ihre Bienchen fühlen sich gut aufgehoben, es gibt eine spannende, gerechte Flugplanung und solche Dinge. Dann bildet sich so etwas seltsames wie eine Bienenstockkultur. Also ein gemeinsames Verständnis von Grundwerten. Was ist gut und richtig, was ist falsch und böse. Ein WIR Gefühl.
Damit sind Sie nie fertig, daran muss ständig gearbeitet werden. Sonst steht es lediglich auf dem Papier, oder in einer Mail, oder im Intranet, oder im Handbuch der Personalführung, oder im Strategiepapier oder sonst wo. Das ist zwar unheimlich hübsch, aber bringt nicht wirklich ein Ergebnis. Kulturen haben die eher unangenehme Eigenschaft sich nur schwer zu bilden und schnell zerstören zu lassen.
Da geht es zunächst um das Vorleben der Königsbienchen, (sie kennen das ja mit dem Wald, dem Hineinrufen und dem Zurückschallen) und um die Schaffung von Rahmenflugbedingungen. Es geht also darum, dass die Mehrheit Ihrer Bienchen ein ähnliches Bienenstockwertesystem empfindet und lebt. Dann geht was, dann haben Sie eine schlagkräftige Truppe. Bienchen die sich einbringen Ihr Handeln im Sinne des Bienenstöckchens ausrichten und alles mögliche für die Bienengemeinschaft oder Besser für den Ausschnitt der Gemeinschaft den sie jeweils kennen geben.
Ihre Bienchen fliegen schneller und höher als die Anderen. Dann summt es besonders laut, von allen Seiten.
Ganz so einfach ist es leider doch nicht. Sie haben individuelle Bienchen mit unterschiedlichen Vorlieben. Manche fliegen besonders gerne in den Wald und holen den Waldhonig, die Anderen lieber auf Wiesenblüten und verrichten dort Ihr Geschäft. Individuelle Bienchen erfordern, individuelle „Zielgebiete“. Ihr Bienenvolk braucht also „abgestimmte“ Vorgaben und Anreize.
Gunter Dueck behauptet sogar in seinem Buch „E-Man“, dass sich die Vorlieben und Präferenzen entsprechend der Lebensphasen ändern. Das heißt junge Bienchen bekommt man irgendwie anders zur maximalen Honigausbeute wie erfahrenere oder ältere Bienchen. Kurz Motivationsfaktoren sind abhängig vom Lifecycle. Eigentlich ist das schon lange erkannt. Warum gibt es sonst Zielgruppen in der Werbung?
Was glauben Sie, wie viele 65 jährigen ältere Menschen sich wöchentlich die neusten Klingeltöne per SMS auf Ihr Handy laden?
Motivation ist eine Kunst ...
Was motiviert Menschen Dinge zu tun oder zu lassen? Ich stehe immer wieder vor dieser Fragestellung und halte es für die entscheidende Grundlage in der Führung von Teams. Außerdem ist es sicher sinnvoll sich einige Fragen selbst zu beantworten um den "Blick zu schärfen".
Was ist Motivation?
Ich finde der Begriff "Handlungsbereitschaft" (Quelle: Wikipedia) beschreibt es deutsch, knapp und unmißverständlich.
Wie bewege ich nun Menschen zum Handeln?
Motivation ist abhängig von der inneren Situation in Verbindung mit inneren und äußeren Reizen. Wenn Sie also durch die Wüste wandern und seit 3 Tagen keine Flüssigkeit bekommen haben, sind Sie hochmotiviert sich Wasser zu besorgen.
Wenn Sie in dieser Situation zu einem bestimmten Handeln aufgefordert werden, was nichts unmittelbar mit der Befriedigung Ihres Grundbedürfnisses - Wasser trinken - zu tun hat, werden Sie sicher einen Weg finden Ihrer Stimmung gegenüber dem Auftraggeber Ausdruck zu verleihen.
Offensichtlich ist der Zeitpunkt und ihre "innere Situation" ein nicht unwesentlicher Faktor in dieser Gleichung. Das verleitet zur Annahme, dass Sie kaum motivieren können, wenn Sie die zu motivierende Person und die augenblicklich herrschenden Umstände nicht kennen.
Wenn Sie beispielsweise zu viele Personen haben, die motiviert werden wollen.
Nun dann müssen Sie Rahmenbedingungen schaffen und Aufgaben delegieren bis zu Ihren Führungsebenen, die nah genug an Ihrem "operativen Personal" sind, um motivierend wirken zu können. Oder Sie gehen selbst zu Ihren Leuten und erklären Ihnen direkt, was Sie erwarten und wo Ihre Schwerpunkte sind.
Allerdings ist es mit der Delegation der Aufgabe nicht getan. Sie müssen schon das Handwerkszeug mitleifern. Sonst passiert nämlich nichts.
Auftragsvergabe oder Delegation erfordert immer die Sicherstellung der zur Auftragserfüllung nötigen Resourcen.
Primär und Sekundärmotivation
Wer motiviert wen?
Primärmotivation = Sie sich selbst = Selbstmotivation (Interesse, Trieb zu Lernen, Trieb sich fortzupflanzen)
Sekundärmotivation = Irgendjemand Sie = Motivation von Außen (Streben nach Belohnung oder Anerkennung)
Was kann motivieren?
Der gute Maslow und seine Pyramide. (der Bedürfnisse)
7. Ästhetik
6. Selbstverwirklichung
5. Anerkennung
4. Liebe
3. Sozialisation
2. Sicherheit
1. Existenz
Wer sich lieber Bildchen ansieht, kann sich eine abstraktere Form der Maslow-Pyramide hier ansehen.
Verstanden habe ich nur zwei Dinge. Erstens - die Bedürfnisse bauen sozusagen von Ihrer Wertigkeit aufeinander auf.
Aus diesem Grund habe ich auch nicht komisch nummeriert, sondern Nummer 1. ist das "Basisbedürfniss".
Zweitens - Wenn 1. gefährdet ist tritt jedes höher nummerierte Bedürfniss in den Hintergrund.
Es wird sozusagen auf jeden Fall erst Bedürfnis Nummer 1. befriedigt oder sichergestellt.
Erst dann spielen die anderen Bedürfnisse wieder eine Rolle.
Also praktisch wie eine Leiter.
Raufkrabbeln und Runterfallen - Fertig.
Wem Maslow nicht "scharf" genug ist der kann es ja mal mit dem "Reiss - Modell" versuchen.
Nach Reiss gibt es 16 Lebensmotive.
Macht (Streben nach Erfolg, Leistung, Führung)
Unabhängigkeit (Streben nach Freiheit, Autarkie)
Neugier (Streben nach Wissen und Wahrheit)
Anerkennung (Streben nach sozialer Akzeptanz, Zugehörigkeit und positivem Selbstwert)
Ordnung (Streben nach Stabilität, guter Organisation)
Sparen (Streben nach dem Anhäufen materieller Güter)
Ehre (Streben nach Loyalität und charakterlicher Integrität)
Idealismus (Streben nach sozialer Gerechtigkeit und Fairness)
Beziehungen (Streben nach Freundschaft, Kameradschaft, Humor)
Familie (Streben nach eigenen Kindern, Familie)
Stand (Streben nach Reichtum, social standing, Titeln und öffentlicher Anerkennung)
Rache (Streben nach Konkurrenz, Kampf, Vergeltung)
Romantik (Streben nach erotischem Leben, Sexualität und Schönheit)
Ernährung (Streben nach Essen und Nahrung)
Körperliche Aktivität (Streben nach Fitness und Bewegung)
Ruhe (Streben nach Entspannung und emotionaler Sicherheit)
Steven Reiss glaubt nicht, dass es noch wesentlich mehr Lebensmotive geben kann. (Psychologie Heute, März 2001)
Im Mittel geben Menschen an, für ein bis vier dieser Motive ernsthaft zu leben.
Und was treibt Sie so um?
Ich glaube ich stehe auf:
Neugier, Unabhängigkeit, Ehre, Stand
Das ist nicht wirklich einfach. Sie müssen sich nämlich entscheiden. Außerdem ist die Reihenfolge zu beachten.
Sie könne sich ja selbst einmal versuchen.

[2]
mareke



