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Schöne neue Werbe – Welt

Aweihs | 22. April 2007

heise online – Bürgerrechtsgruppen reichen Beschwerde gegen Doubleclick-Übernahme ein

Bürgerrechtsgruppen reichen Beschwerde gegen Doubleclick-Übernahme ein

Die amerikanischen Bürgerrechtsgruppen EPIC, CDD und US PIRG haben bei der Federal Trade Commission (FTC) eine Beschwerde (PDF-Dokument) über die Übernahme des Werbevermarkters DoublClick durch Google eingereicht. Sie wollen damit erreichen, dass die US-Wirtschaftsbehörde die geplante Akquisition untersucht.
….

Einer Argumentation “Google kauft Doubleklick ist böse, weil Google dann ganz viel – zu viel – weiß.” kann ich nicht folgen.
Allerdings möchte ich gerne das Recht haben, meine über mich gesammelten Daten einzusehen und gegebenenfalls auf die Veränderung einzuwirken, oder das Löschen der Daten zu erzwingen.
Wie ist das eigentlich mit der SCHUFA? Die sammeln seit Jahren und ich kann nicht auf die Vernichtung der Daten bestehen. Ich muss auch noch dafür bezahlen um meine über mich gesammelten Daten einzusehen. Das passt überhaupt nicht zu meinem Rechtsverständnis.

Ich glaube wir brauchen insgesamt ein Regelwerk, dass Unternehmen dazu zwingt, offen mit den gesammelten, personengebundenen Informationen umzugehen.
Das reine Sammeln von Informationen kann nicht böse sein. Heimlich sammeln hingegen schon, da erst so auch “heimliche” Geschäfte möglich werden, wahrscheinlich hier sogar das Ziel der Sammelleidenschaft liegt, möglichst viel Geld mit heimlich gesammelten Informationen zu verdienen.

Interessant ist aus meiner Sicht, dass beide Seiten, nämlich jede Einzelperson über die ja Verhaltensdaten gesammelt werden und die Produktindustrie, die gerne möglichst zielgerichtet Ihre Produkte anbieten möchte, keinen Vorteil von den vielen “heimlichen” Zwischendealern haben. Beiden Gruppen haben aber aus meiner Sicht viele Vorteile im offenen Umgang mit personengebundenen Daten.
Ein echtes Open Source Projekt?

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New Art Advertising

Aweihs | 22. April 2007

heise online – YouTube will Nutzerdaten sammeln

YouTube will Nutzerdaten sammeln

Wie das Nachrichtenmagazin News.com meldet, will sich das Videoportal YouTube für Werbezwecke interessanter machen, indem es in Zukunft Nutzerdaten sammelt.
….

Unabhängig davon ob man den Umstand, immer transparenter zu werden als Bedrohung empfindet oder nicht, ist dies sicher eine der Nebenwirkungen von Web2.0. Durch das Mitmachweb wurde es schlicht “normaler” personengebundene Daten der “Öffentlichkeit – Internet” anzuvertrauen.

Wer heute elektrisch arbeitet hat schon fast zwangsläufig einen oder mehrere Instant Messaging Accounts (AOL, MSN, ICQ, Sametime, …..) ein Profil zum “People – Netzwerken” bei XING, einen Skype – Account für die Unterhaltung via WWW, weitere Profile bei Monster, stepstone, …. zur Karriereplanung, ein Blog zur Diskussion von persönlich als interessant bewerteten Themen, einen Account bei FLICKR zur Ablage der Handyfotos oder weiterer Bilder und schließlich noch mindestens einen Webmailaccount um ständig von unterwegs Zugriff auf die elektrische Post zu haben.

Sehen Sie es? Profile zu erstellen ist heute kein technisches Problem mehr. Wenn Sie etwas über Ihr Kaufverhalten in Erfahrung bringen möchten, fragen Sie doch einfach bei Ihrem Kreditkartenunternehmen nach.
Warum also sollten Informationen nicht zusammengeführt werden, um beispielsweise Werbemaßnahmen zielgerichteter durchzuführen?

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DRM im Abschwung – endlich

Aweihs | 9. April 2007


heise online – DRM-Diskussionen auch bei Microsoft
DRM-Diskussionen auch bei Microsoft

Der von EMI proklamierte Ausstieg aus dem Digital Rights Management (DRM) zieht weitere Kreise. Nachdem EMI als erstes Major-Label auf digitale Rechteverwaltung verzichtet und DRM-freie Songs ab Mai im iTunes-Store zu haben sein werden, bringen sich nun auch Apples Wettbewerber in Position. Software-Riese Microsoft hat mit Zune und dem dazugehörigen Online-Shop ambitionierte Pläne auf dem Musikmarkt, setzte dabei bisher auf ein per DRM geschlossenes System. Das könnte sich bald ändern, denn wie die Telekom-Tochter Musicload verhandelt auch Redmond seit einiger Zeit mit den großen Labels über den kopierschutzfreien Vertrieb.

Bei VOWE ist es ja schon seit einiger Zeit zu lesen: “DRM is bad for the customer.”
Jeder von uns durfte sich schon mal ärgern, wenn gekaufte Titel nicht frei verwendbar sind, frisch gekaufte CD´s nur im Wohnzimmer hörbar und im CD-Player des Autos locker Ihre Funktion aufgaben. Sollten diese Zeiten nun endlich vorbei sein? Eins ist klar – sobald es einem Anbieter gelingt legale Downloads ohne DRM Verfahren anzubieten, hat dieser Anbieter ein deutliches Alleinstellungsmerkmal am Markt und alle Welt wird Ihm die Bude einrennen. Wir werden es erleben, im Mai beginnt endlich der Showdown.

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Die Welt, ein Jammer

Aweihs | 6. April 2007

brand eins Magazin – Inhalte


Vorwärts, Fremder!

Nichts scheint vertraut, alles ist neu, immer weniger begreifbar.
Die Entfremdung breitet sich aus.
…
Was schreibt unser Reporter? Auf den Straßen und Plätzen versteht man kein Wort mehr.

Überall Ausländer, Fremde, die Sprachen sprechen, die die Alteingesessenen nicht verstehen. Ruhe? Das war einmal. Heute herrscht überall brüllender Lärm, Trubel, Chaos und Durcheinander. Bürger, die noch vor kurzem in Sicherheit lebten, in Wohlstand und der Gewissheit, dass das auch für ihre Kinder Gültigkeit haben würde, haben nichts mehr zu melden. Ohnmächtig und hilflos müssen sie zusehen, wie alles sich verändert. Nur einige wenige Neureiche profitieren vom Untergang, sie protzen mit ihren Besitztümern, kennen keine Traditionen und pfeifen auf die anderen. Kein Zweifel: Die Kultur liegt am Boden. Und die Natur? Ach – am besten wär’s, man wär’ nicht mehr.

In den Städten und Dörfern mieft es, tote Bäume überall, deren Äste sich klagend gen Himmel richten. Wo sich einst satte Weiden erstreckten, ist das Gras nun braun, trocken und verdorrt. Das Wasser ist gelb und trüb. Das Essen eine trostlose Pampe. Die Luft ist verpestet. In diesem Zustand, im Irgendwo zwischen Zusammenfassung und Zusammenbruch, schreibt unser Reporter treffend: Die ganze Menschheit erscheine ihm als “verirrte Herde, die keinen Hirten hat”. Da kann man sich eigentlich nur die Kugel geben – vorausgesetzt, man hat eine.
…

Kommt Ihnen das Gefühl nicht auch bekannt vor und die Geschichte ganz aktuell ?
Geschrieben wurde Sie von einem Mann, der vor ca. 4000 Jahren gelebt hat. Wiederentdeckt wurde die Story von dem Schweizer Ägyptologen Erik Hornung.

Entliehen aus Entfremdung dem aktuellem Titel (04/2007) von BrandEins.

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