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Telekom Beschwerde – ist das möglich?

Aweihs | 26. Februar 2010

Oktober 2009
Ende Oktober 2009 bin ich umgezogen.
Soweit so einfach.
Heutzutage möchte man natürlich am neuen Zielort auch gerne einen Telefonanschluss und eine DSL Flatrate haben.
Besonders wenn man den Internetzugang beruflich benötigt.
Zunächst dachte ich, einfach den bestehenden Anschluss kündigen und dann am Zielort neu beantragen.

Das geht natürlich nicht.

Belehrung Telekom:
Sie haben nur ein Kündigungsrecht, wenn wir die bestehende Leistung am neuen Zielort nicht erbringen können.
Auf mein Nachfragen, ob denn meine aktuellen Leistungen – ISDN und DSL 16.000 – am Zielort verfügbar sei wurde mir erklärt,
dass diese Leistung selbstverständlich am Zielort möglich ist. Dadurch besteht natürlich kein Sonderkündigungsrecht.
Dies wird auch in einer Auftragsbestätigung schriftlich fixiert.

26.10.2009
Telekom Techniker kommt gemäß der Absprache und ist sehr freundlich und kompetent.
Erklärt mir aber auch, dass hier maximal DSL 3000 technisch möglich ist. Mehr ist auch im Ausbau für die nächsten Jahre nicht vorgesehen. Auf mein Bitten hin, misst er dies sogar. Die Messung bestätigt seine Aussage. Ich erkläre Ihm meine Situation, was bei Ihm nur ein Kopfschütteln auslöst mit der Bemerkung, dass diese Information jeder Kundenberater abrufen kann. Demnach dürfte es eigentlich nicht zu solchen Falschaussagen kommen.

November 2009
Ich versuche also im November 2009 über die Service Hotlines eine Klärung meines Problems herbeizuführen. Es fühlt sich leider niemand zuständig. Auch eine Herabstufung meines Vertrages, auf einen passenderen Tarif der nicht gerade mal über dem 5 fachen der abgerechneten Leistung liegt, ist leider nicht möglich.

06.12.2009
Ich beschwere mich schriftlich am 06.12.2009 mit einer ausführlichen Schilderung des Tatherganges.
Keine Reaktion.
Zweifaches Nachfragen über die Servicenummern erfolgte, immer mit dem gleichen Ergebnis:
Eine Reaktion würde in den nächsten 1-2 Arbeitstagen erfolgen, bitte noch ein wenig Geduld.

07.01.2010
Herr Probst vom Telekom Service erklärt, dass mein Vorgang jetzt an das Kündigungsteam weitergeleitet wurde. Reaktion kommt noch heute oder aber aller aller aller spätestens morgen. Versprochen. Ehrlich. Das geht ja auch nicht so.
Hoffnung kommt auf.

08.01.2010
Mahnung für Dezember 2009 geht ein.
Hoffnung geht wieder verloren.
Telekom fordert natürlich volles Geld für kleinste Leistung. Super.

12.01.2010
Frau Winkelhöfer erklärt mir, dass ja mein Vorgang sehr komplex sei und bittet nochmal um Geduld. Ich erkläre, dass mir diese eigentlich abhanden gekommen ist. Sie erklärt sich als arme, unterbezahlte und eben nicht mit den nötigen Kompetenzen ausgestattete Servicemitarbeiterin der Telekom. Ich habe Mitleid und bleibe freundlich.

15.01.2010
Frau Wittich am Apparat: Bittet um Bearbeitungszeit und verspricht in 10 Minuten zurückzurufen. Der Rückruf findet tatsächlich statt. Ich bin freudig erregt und schon wieder keimt Hoffnung auf. Sie verspricht es nochmal ganz doll dringend zu machen – ehrlich – ganz bestimmt.

22.01.2010
Herr Bürger am Apparat des Beschwerdetelefons: Respekt Herr Bürger, wenn wir im Dezember telefoniert hätten, bin ich sicher wir hätten eine einvernehmlich Lösung gefunden.
Leider ist es jetzt zu spät. Ich fühle mich nicht ernst genommen, nach 20 Jahren keinerlei Treuebonus. Ich will nicht mehr. Nur noch raus hier.
Herr Bürger erkundigt sich, wie das denn jetzt weitergeht? Ich erkläre, dass ich einfach nicht mehr bezahlen werde. Er erklärt,
dass dann aber der Anschluss gekündigt werden kann. Ich bitte darum, genau das möglichst sofort einzuleiten, da es ja genau das ist was ich seit dem 06.12.2009 fordere.
Ich möchte von meinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, da die Leistung am Zielort eben nicht erbringbar ist.

11.02.2010
Mahnung für Dezember 2009 und Januar 2010 geht ein. Immer noch versucht die Telekom volles Geld für kleine Leistung zu ergaunern.

15.02.2010
Ich führe meine Beschwerde fort und ergänze mit dem Urteil des Amtsgerichtes Fürth in Bayern mit dem Az. 340 C 3088/08.

In der heute erscheinenden Finanztest-Ausgabe 02/10 berichtet die Stiftung Warentest über ein Urteil des Amtsgerichts Fürth (Az. 340 C 3088/08) zum Thema fristlose Kündigung bei zu geringer DSL Bandbreite (DSLWEB berichtete bereits am 4. Dezember 2009, Urteil: Kündigung bei mangelndem DSL Speed). Im konkreten Fall wurde einem 1&1 Kunden ein DSL 16000 Anschluss in Rechnung gestellt, obwohl am Wohnort nur DSL 3000 möglich war (Urteilstext liegt der DSLWEB Redaktion komplett vor).

22.02.2010
Es geht mir eine Auftragsbestätigung der Telekom zu. Die Telekom versucht den Anschluss als DSL 6000 umzudefinieren, ohne meinen Auftrag.
Haha. Jetzt haben sie gemerkt, dass Ihr ursprünglicher Auftrag natürlich auf DSL 16000 gelaufen ist. Was recht blöd aussieht,
wenn man sich die tatsächliche, maximale technische Leistung von DSL 3000 ansieht. Genau das ist ja auch im Urteil aufgeführt,
auf das ich mich tam 15.02.2010 berufen habe.

26.02.2010
Ich widerrufe natürlich die Auftragsbestätigung und weise darauf hin, dass ich diesen Auftrag nicht erteilt habe und auch in Zukunft nicht erteilen will.
Ich erkläre nochmals sehr deutlich, dass ich das Verhalten als respektlos empfinde und an einer Zusammenarbeit nicht mehr interessiert bin.

Darüber hinaus beschwere ich mich bei der Bundesnetzagentur im Sachgebiet “Verbraucherservice Telekommunikation”.
Ich schildere kurz den Ablauf und äußere meinen Verdacht, dass das Verhalten der Telekom methodisch ist und damit ein schlichter Betrug am Kunden, mit dem Ziel der Wettbewerbsverzerrung. Ich bin schon ganz gespannt, ob ich Antwort bekomme.

Am Abend:
Setze ich mich hin und führe die Informationen in diesem Artikel zusammen.
Eventuell kann ich ja wenigstens die nötigen Informationen hier zusammenführen und für Mitleidende den Einstieg in den langen Kampf mit der Telekom erleichtern.

Vorläufiges Ende.

Quellen und interessante Artikel:
http://forum.kijiji.de/about3082.html
T-Com hat im Jahr 2005 2,6 Millionen Kundenbeschwerden
107.000 Treffer für das Thema “Telekom und Beschwerde” bei Google
Wenn die Telekom schweigt – Stern.de
Urteil Amtsgericht Fürth
Tipp aus einem Forum:
Ruft ganz Normal in Bonn an ( 0228 – 18 10 ) und lasst euch zum Vorstands-Zimmer verbinden dort sitzen extra Mitarbeiter die sich auch um jemand kümmern. (muss ich demnächst mal probieren)

Erreichbarkeiten mit Stand 02/2010
Deutsche Telekom AG
Friedrich-Ebert-Allee 140
53113 Bonn
Amtsgericht Bonn HRB 6794,
Sitz der Gesellschaft Bonn
UST-IdNr. DE 123475223
WEEE-Reg.-Nr. DE50478376
Kontakt: www.telekom.de/kontakt

0800 3301000 – Die Privatkundenhotline. Hier ruft jeder an. Ich konnte hier stets mit freundlichen Menschen telefonieren. Die aber leider nichts bewirken können. Eine reine Bespassungshotline. Bitte reichlich Zeit mitbringen.

0228 1810 die Beschwerdestelle der Telekom in Bonn. Hier konnte ich tatsächlich jemanden erreichen, der Zugriff auf die volle Historie meines Vorganges hatte und auch auskunftsfähig war. Wirkung konnte leider auch bei der Beschwerdestelle nicht entfaltet werden.

Vorläufiges Fazit:
Es ist schlicht unglaublich, mit welchem Verhalten die Telekom Ihre Kunden betreut. Das hat nichts mehr mit Service zu tun. Offenbar ist man so stark auf das Neukundengeschäft konzentriert, dass die Bestandskunden nicht mehr betrachtet werden. Hier wird offenbar die Taktik des “Abkochens” angewendet, in der Hoffnung dass sich möglichst viele einschüchtern lassen. Darüber hinaus scheint man erst eine Reaktion erzwingen zu können, wenn ein anwaltliches Schreiben eingeht. Auch das ist eine schlichte Respektlosigkeit gegenüber der Kundschaft. Herzlichen Glückwunsch Telekom. Ein leuchtendes Beispiel an Service und Kundenbetreuung.

Tags: beschwerde, betrug, bundesnetzagentur, dsl, telekom

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Der Daily Dueck Februar 2010 ist da, mit dem spannenden Titel “Menschenpuffer”

Aweihs | 24. Februar 2010

…
Nun haben sich aber die Unternehmen in den letzten Jahrzehnten überlegt, den Risikopuffer nicht
mehr nur in Form von Kapital anzulegen, sondern die Risiken auf die Arbeitnehmer abzuwälzen.
Sprich: Das Unternehmen zehrt bei schwacher Wirtschaft nicht von den Rücklagen, sondern entlässt
so viele Mitarbeiter wie nötig. Leistungsschwächere Mitarbeiter werden zu einem Menschenpuffer.
Durch den Einsatz von Leiharbeitern als atmende Menschenreserve werden lange nicht mehr so viele
Kapitalreserven in Form von Rücklagen benötigt. Der Aktienbesitzer muss nicht mehr so viel vorsorgen.
Er kann das Unternehmen „schlank finanzieren“, also mit weniger Einsatz als früher mehr Gewinn
erzielen.
Damit organisieren wir die Wirtschaft in der Reinform von einst. Einer Oberschicht geht es gleichmäßig
gut und das Risiko wird durch die Masse der Arbeiter getragen. Dieses Hin und Her im Elend der
Arbeiter ist die „unsichtbare Hand“, die über der Wirtschaft wacht und alles im Gleichgewicht hält.
Im seinem berühmten Hauptwerk Der Wohlstand der Nationen (1776) geht Smith näher auf dieses
Gleichgewicht ein:
Der Wohlstand eines Staates steigt also mit der (arbeitsfähigen) Einwohnerzahl. Um den Faktor Arbeit
zu vermehren, muss die Nachfrage nach Arbeit (und damit die Lohnhöhe) so weit steigen, dass die
unteren Schichten mehr Kinder aufziehen können. Steigt der Lohn über die zur Aufzucht ausreichender
Arbeitskräfte nötige Höhe, so wird ihn die übermäßige Vermehrung bald wieder auf die nötige Höhe
herabdrücken. Dies funktioniert auch umgekehrt: Vermehrt sich die „Spezies Mensch“ zu stark, so
wird ihr durch Nahrungsmittelknappheit eine Grenze gesetzt. Dies geschieht dadurch, dass die meisten
der in den fruchtbaren Familien der unteren Schichten geborenen Kinder sterben.
Diese Theorie beten wir heute an.
…

Wie immer bringt es der Daily Dueck auf den Punkt. Wir sind schon lange in einer Situation, in der es nur noch um Zahlen geht. Der Job heisst “macht die Zahlen größer – Wachstum – mehr – schneller – jedes Quartal”. Wir schaffen es irgendwie die Tatsache zu leugnen, dass in den Wirtschaftssystemen die Menschen der entscheidende Faktor sind – immer. Sie merken das sicher im Tagesbetrieb, wenn es sich entmenschlicht anfühlt. Wir sind scheinbar ohne Skrupel bereit, auf dem Altar des Profits jegliche Moral und gesellschaftliche Verantwortung zu opfern.

Tags: ethik, menschen, moral

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Der neue Daily Dueck zum Thema Fragebogengeometrie ist da.

Aweihs | 12. Februar 2010

Heute kam der neue Daily Dueck zum Thema Fragebogengeometrie.
Sicher ein Thema zu dem Jeder und ich meine wirklich JEDER eine Meinung hat.
Viel Spass.

….
Wenn Sie in die USA fliegen, müssen Sie ein grünes Formular ausfüllen. Touristen dürfen nicht einfach die Adresse eintragen, sondern sie müssen auch das Hotel nennen, in dem sie untergebracht sind. Das heißt dann „Intercontinental-South-Westchester“ und hat eine ebenso lange Adresse, die nie und nimmer in die Raster passt. Es gibt genaue Vorschriften, wo man die ganze Adresse dazwischenklemmen muss, damit es ordnungsgemäß daneben steht.
…

Einen Nachbrenner einer ähnlichen Kategorie haben ich noch:
Mein großer Sohn (14) wollte bei einem nicht näher spezifizierten Medien Markt mit rotem Werbematerial ein neues Spiel von seinem Weihnachtsgeld erstehen. Soweit so unproblematisch. Nach der ersten Begutachtungsrunde konnten wir uns zu keiner Entscheidung durchringen, die Entscheidung fiel erst bei einem Kaffee nach dem ersten Rundgang. Den Vorgang des Erwerbens wollte mein großer Sohn alleine, sozusagen parallel zum Kaffeegenuss der restlichen Gemeinschaft, erbringen.
Ging aber nicht, da die freundliche Kassenangestellte des besagten Medien Marktes, in Erfüllung Ihrer Kontrollierungspflicht, auf die unmittelbare Verfügbarkeit eines Erziehungsberechtigten bestand.
Also bin ich pflichtschuldig mit einem zunächst guten Gefühl – Kontrollmechanismen für Jugendlich werden hier ernst genommen – gemeinsam mit meinem großen Sohn bei besagter Kassenangestellten vorstellig geworden.
Ein wenig sonderbar fand ich allerdings dann die Anweisung der Dame, dass Sie das Geld nicht aus der Hand meines Sohnes annehmen dürfe, sondern dass ich Ihr das Geld geben müsse.
Auf mein Nachfragen, ob das jetzt Ihr Ernst sei und ob es eventuell möglich wäre, Ihr das Geld gemeinsam, sozusagen als “familiären Geste” überreichen zu könnten hat Sie leider nicht mehr reagiert.
Die Präsentation der familiären Ausweise (Vater & Sohn) wäre mir in diesem Fall noch einsichtig gewesen. Aber die Rechtmäßigkeit mit dem Akt der Geldüberreichung zu verbinden, ist schon weit hergeholt.
Wir waren uns jedenfalls einig. Bestellung im Internet geht einfach flotter ;-)

Tags: dueck, Gesellschaft, stilblüten

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Tetris für Puristen

Aweihs | 6. Februar 2010

http://firstpersontetris.com/

Der Name des Links ist Programm.
Wer Tetris mag und sich durch Drehungen nicht aus der Ruhe bringen lässt,
kann hier viel Spass haben.

Tags: fun - games, spiel, tetris

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