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Der Daily Dueck Februar 2010 ist da, mit dem spannenden Titel “Menschenpuffer”

Aweihs | 24. Februar 2010

…
Nun haben sich aber die Unternehmen in den letzten Jahrzehnten überlegt, den Risikopuffer nicht
mehr nur in Form von Kapital anzulegen, sondern die Risiken auf die Arbeitnehmer abzuwälzen.
Sprich: Das Unternehmen zehrt bei schwacher Wirtschaft nicht von den Rücklagen, sondern entlässt
so viele Mitarbeiter wie nötig. Leistungsschwächere Mitarbeiter werden zu einem Menschenpuffer.
Durch den Einsatz von Leiharbeitern als atmende Menschenreserve werden lange nicht mehr so viele
Kapitalreserven in Form von Rücklagen benötigt. Der Aktienbesitzer muss nicht mehr so viel vorsorgen.
Er kann das Unternehmen „schlank finanzieren“, also mit weniger Einsatz als früher mehr Gewinn
erzielen.
Damit organisieren wir die Wirtschaft in der Reinform von einst. Einer Oberschicht geht es gleichmäßig
gut und das Risiko wird durch die Masse der Arbeiter getragen. Dieses Hin und Her im Elend der
Arbeiter ist die „unsichtbare Hand“, die über der Wirtschaft wacht und alles im Gleichgewicht hält.
Im seinem berühmten Hauptwerk Der Wohlstand der Nationen (1776) geht Smith näher auf dieses
Gleichgewicht ein:
Der Wohlstand eines Staates steigt also mit der (arbeitsfähigen) Einwohnerzahl. Um den Faktor Arbeit
zu vermehren, muss die Nachfrage nach Arbeit (und damit die Lohnhöhe) so weit steigen, dass die
unteren Schichten mehr Kinder aufziehen können. Steigt der Lohn über die zur Aufzucht ausreichender
Arbeitskräfte nötige Höhe, so wird ihn die übermäßige Vermehrung bald wieder auf die nötige Höhe
herabdrücken. Dies funktioniert auch umgekehrt: Vermehrt sich die „Spezies Mensch“ zu stark, so
wird ihr durch Nahrungsmittelknappheit eine Grenze gesetzt. Dies geschieht dadurch, dass die meisten
der in den fruchtbaren Familien der unteren Schichten geborenen Kinder sterben.
Diese Theorie beten wir heute an.
…

Wie immer bringt es der Daily Dueck auf den Punkt. Wir sind schon lange in einer Situation, in der es nur noch um Zahlen geht. Der Job heisst “macht die Zahlen größer – Wachstum – mehr – schneller – jedes Quartal”. Wir schaffen es irgendwie die Tatsache zu leugnen, dass in den Wirtschaftssystemen die Menschen der entscheidende Faktor sind – immer. Sie merken das sicher im Tagesbetrieb, wenn es sich entmenschlicht anfühlt. Wir sind scheinbar ohne Skrupel bereit, auf dem Altar des Profits jegliche Moral und gesellschaftliche Verantwortung zu opfern.

Tags: ethik, menschen, moral

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Brand Eins – Das Ich und die Organisation – 06/2009

Aweihs | 2. Januar 2010

…
Die Art der Identifikation mit der Organisation beeinflusst die Leistungsbereitschaft sehr stark – im Guten wie im Schlechten. Allerdings ist der Zusammenhang nicht so einfach, wie man meinen könnte. Personalberatungen, wie zum Beispiel Psychonomics aus Köln, sortieren Mitarbeiter deshalb gern nach folgenden Kategorien:

hoch identifizierte Hochleister
nicht identifzierte Hochleister
hoch identifizierte Minderleister
nicht identifizierte Minderleister

Etwas griffiger könnte man die ersten drei Kategorien auch
Wir-in-der-Firma-Mitarbeiter,
Söldner und
Verbitterte nennen.
Bei den nicht identifizierten Minderleistern bietet sich eine Differenzierung in
Faulenzer und
Unfähige an.
….

Fazit dieses Artikels ist die Feststellung, dass große Organisationen zum “Söldnertum” neigen. Dort ist der unmittelbare Einfluss und die Denkweise von eigenverantwortlichen Unternehmern in der Regel kaum oder gar nicht vorhanden. Großunternehmen werden eben von “gekauften Managern auf Zeit” geführt, die Ihr Optimum innerhalb Ihrer zur Verfügung stehenden Zeitspanne suchen. Das passt sogar in aller Regel mit den Gewinnbestrebungen der Börse zusammen und ist letztlich eben die rein kapitalistische Betrachtungsweise. Dummerweise agieren auch in diesen Unternehmen Menschen und diese fühlen sich in einer “entmenschlichten” Betrachtungs- / und Herangehensweise eben nicht besonders wohl.
Ein Kollege bemerkte einmal sehr treffend, dass Großorganisationen in der Regel jeglichen moralischen und ethischen Anspruch schon längst auf dem Altar des “Profits” geopfert haben.

Tags: menschen, moral, people, zukunft

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Opel: Europa-Chef von General Motors nimmt seinen Hut – Opel – FOCUS Online

Aweihs | 6. November 2009

Opel: Europa-Chef von General Motors nimmt seinen Hut – Opel – FOCUS Online
Am Dienstag gab US-Autobauer General Motors überraschend bekannt, man wolle Opel behalten. Drei Tage später dreht sich das Personalkarussell: Aus Unmut über den Beschluss aus Detroit wird Europa-Chef Carl-Peter Forster das Unternehmen verlassen, berichtet „Spiegel Online“.Forster sei schwer verärgert – er hatte sich für einen Opel-Verkauf an den Zulieferer Magna starkgemacht. Als Nachfolger des Managers will GM offenbar Nick Reilly nach Europa schicken.

Welcome to Europe Nick ;-)
Warum regen wir uns in Deutschland so über das Geschäftsgebaren von GM auf?
Weil wir andere Spielregeln gewohnt sind. Damit ist noch keine Aussage getroffen über falsch und richtig oder besser und schlechter. Die amerikanische Betrachtungsweise ist deutlich mehr analytisch geprägt und betrachtet strikt die Zahlen und Fakten. Die Begrenzungslinien werden hier erst durch die gesetzlichen Vorgaben (gerne auch auf der Grenze interpretierbar) gezogen. Das empfinden wir in der Wirkung oft als ungerecht oder arrogant. Die Amerikaner empfinden Europa als schwierig und unberechenbar. Außerdem dauert das in Europa, mit den komplizierten gesetzlichen Regeln, immer so lange Mitarbeiter abzubauen.
Die Dimension Mensch oder gar Moral wird in aller Regel auf dem Altar des Profits geopfert.
Ich glaube aber, dass dieses Geschäftsgebaren Wirkung im Markt hinterlässt, da ja jeder Kunde sozusagen mit seinem Verhalten abstimmen kann.
Wer in Deutschland kauft also momentan noch ein Auto von GM?
Wie lange halten wir das durch und wie lange hält das GM durch?
Welche Wirkung produziert der Imageschaden von GM, wird das Verhalten überhaupt als Imageverlust deutlich?

Tags: menschen, moral

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Arbeitswelt 2.0 im multimedia blog

Aweihs | 8. Oktober 2009

…..
multimedia blog artikel
Tapscott beschreibt acht Eigenschaften, der Net Generation:

1. Freedom – Net Geners erwarten die Freiheit wählen zu können. Das betrifft die Suche eines Jobs nach dem Abschluss genauso wie den EINEN “richtigen” Job zu suchen / finden. Sie wollen leben und arbeiten wo- und wann auch immer sie es möchten.
2. Customization – Frühere Generationen haben Massenprodukte akzeptiert. Net Geners passen ihre Anschaffungen regelmäßig an ihre konkreten Bedürfnisse an. Das gilt auch für ihre Jobs.
3. Scrutiny – (Überprüfung) – Ständig unzähligen Medienkanälen ausgesetzt, haben Net Geners gelernt, instinktiv alle Informationen, die auf sie einprasseln zu überprüfen. Um mit Net Genern zu kommunizieren und ihnen Produkte zu verkaufen sind Ehrlichkeit und Offenheit absolute Grundvoraussetzung!
4. Integrity – (Integrität) – … wird vorausgesetzt. Von Unternehmen wird Ehrlichkeit erwartet. Wirkliche Fehler werden vergeben – nicht aber Betrug oder sonstig verwerfliche Handlungsweisen.
5. Collaboration – Frühere Generationen haben beim Bier über die Arbeit gesprochen, sie aber stets als Einzelkämpfer bewältigt. Net Geners sind mit der Kollaboration aufgewachsen. Diese Kollaboration geht weit über reines Teamwork hinaus. Sie ist eher eine Art Co-Kreation. Beispiel hier für ist Wikipedia. Auch in vielen Unternehmen sind Wikis als Enterprise 2.0 Tools auf dem Vormarsch.
6. Entertainment – Net Geners lieben es unterhalten zu werden. Pausen zwischen der Arbeit dienen der Erholung und die Grenze zwischen Spaß und Arbeit verschwimmt zunehmend.
7. Speed – Net Geners sind flüssige Schreiber und gewöhnt über schnelle Kanäle wie Instant Messaging zu kommunizieren. Breitbandnetze und Computer die ständig an Geschwindigkeit zunehmen haben eine Erwartungshaltung entstehen lassen in der schnelle Antworten, Entscheidungen und Handlungen gefragt sind. Langsamkeit schafft Langeweile und irritiert.
8. Innovation – Das Ganze Leben über sind Net Geners es gewöhnt in stetem Fluss über neue Produkte und Technologien zu verfügen. Sie erwarten Fortschritt und stets den Besitz und Einsatz der neuesten Toys.

Bernd Schmitz beschreibt in seinem Artikel mit Hilfe von Don Tapscott sehr gut die Rahmenbedingungen der schönen neuen Welt. Ob sie das verstehen können hängt ganz wesentlich von der (Denk-)Generation ab, der Sie angehören. Ich glaube nur nicht, dass es richtig ist die Generation nur am Alter festzumachen. Meiner Meinung nach definiert sich die “Generation” in diesem Zusammenhang mehr am Denkmuster, Denktyp des Menschen. Daraus leitet sich dann das beschriebene Wertesystem ab. Allerdings stimmt der Zusammenhang mit dem Lebensalter häufig.

Tags: Arbeit, enterprise20, menschen, socialweb, think, zukunft

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Wie werde ich ein Enterprise 2.0 – im Bild

Aweihs | 28. August 2009

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found via Geek And Poke

Das bringt es sehr schön auf den Punkt.
Kommunikation ist mühsam und wird häufig in Unternehmen und Projekten stark unterschätzt. Irgendwie muss man halt auch mal zwischendurch den Projektmitarbeitern, den Mitarbeitern der Firma etwas erzählen. Was ist eigentlich so unsere Zielsetzung. Wo stehen wir momentan. Wie sehen unsere nächsten Schritte aus …. Leider wird eben keine Struktur verwendet sondern eher aus dem Bauch heraus gearbeitet. Schließlich habe ich ja als Projektleiter oder Geschäftsführer wichtigere Dinge zu tun als hier große Reden zu schwingen. So werden es dann mitunter eher mühsame Veranstaltungen mit einem faden Beigeschmack auf allen Seiten.
Fazit: Wenn es also mit Ihrer Kommunikation im Projekt oder im Unternehmen grundsätzliche Herausforderungen gibt, wird es durch den Einsatz technischer Hilfsmittel nicht automatisch besser. Technik schafft lediglich die Möglichkeiten. Die nötige Intelligenz, Ideen, Witz, Stil, Redegewandtheit und Aussagen sind bitte in jedem Fall selbst mitzubringen.

Tags: enterprise20, menschen, veränderung, vernetzung, web20forbiz

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Dynamic Infrastructures for a Smarter Planet by Prof. Dr. Gunter Dueck

Aweihs | 21. August 2009

Die IBM hat im Juli das Partner Camp 2009 in Stuttgart durchgeführt.
Soweit so gut.

PartnerCamp09_Header

http://www-05.ibm.com/de/partnercamp/

Ich möchte hier darauf hinweisen, da ich den Vortrag von Prof. Dr. Gunter Dueck, der ja mehrfach bereits bei iweihs.net Erwähnung gefunden hat, für sehr gut halte und sehenswert finde.
Sollte also ein 45 Minuten “Zeitloch” zwischendurch entstehen, habe ich einen heissen Tipp dieses zu füllen, mit Informationen rund um das Thema “Wie sieht die Zukunft” aus Sicht der IBM / Prof. Dr.Gunter Dueck aus.

Ich verspreche Kurzweiligkeit und mindestens ausgedehntes Schmunzeln, wenn nicht Lachen.

Tags: enterprise20, menschen, smart, web20forbiz, zukunft

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SPON: Wie sich die Welt durch die Finanzkrise wandelt

Aweihs | 10. Juni 2009

Das Zukunftsinstitut hat eine Studie mit dem Titel “Die Matrix des Wandels” in Auszügen bei Spiegel online verfügbar gemacht.
Es lohnt sich einen Blick darauf zu werfen.

Zukunftsforschung: Wie sich die Welt durch die Finanzkrise wandelt
Von Esther Wiemann

…
Die Löhne in Indien und China werden weiter steigen. Der nächste asiatische und indische Boom wird von den Mittelschichten betrieben, nicht mehr von verarmten Wanderarbeitern. Die ausgelagerten Jobs kehren zurück und es wird wieder lukrativer, im Inland zu produzieren. Transferkosten rechnen sich oft nicht mehr. Wenn die westliche Welt ihre Kreativität und ihren innovativen Output nicht deutlich erhöht, könnte sich sogar eine Wohlstandsverschiebung in Richtung der “Anderen” vollziehen, heißt es in der Analyse. Denn Milliarden Menschen in anderen Teilen der Erde würden immer klüger und wohlhabender werden.

Außer China und Indien gehört auch Afrika zu den Märkten mit Zukunft. Immer mehr Global Player beginnen das bisher unergründete Potential des Kontinents zu entdecken.

Tags: menschen, vernetzung, Wirtschaft, zukunft

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Daily Dueck zum Thema Schwarmintelligenz in Gruppen

Aweihs | 23. Januar 2009

Der neue DD beschäftigt sich mit dem Thema Schwarmintelligenz in Gruppen. Wie immer mit einer ganz eigenen Sichtweise und demzufolge einem eigenen Erkenntnisgewinn.
Es beginnt schonmal mit der Hinterfragung der MMWH Milchmädchenweisheit “Ein Team erzielt immer bessere Ergebnisse!” Hier steckt der Teufel, wie so oft, im Detail. Beim Bildmalen oder Beim Buch schreiben oder Beim Bloggen ist ein Team nicht immer zwingend hilfreich und führt damit auch nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen.
Grundsätzlich glaube ich schon auch, dass ein Team einfach durch die unterschiedlichen Sichtweisen, Erfahrungen und Hintergründe über ein ungleich größeres Potenzial verfügt wie eine Einzelperson. Dennoch kommt es auf die Art des Ergebnisses an, welches erstellt werden soll.
Die Aussage “Team immer besser” ist zu einfach und damit im Zweifel falsch.
Wie stellte Einstein doch so schön fest: “Man soll die Dinge so einfach wie möglich machen, aber nicht einfacher.”

Hier gehts zum Daily Dueck 82.

Viele Spass beim Lesen.

Tags: Gesellschaft, human analysis, menschen, moral

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Arbeit – Wertschöpfung – Gewinn

Aweihs | 6. Januar 2009

found via http://www.curlyrob.de/curlyrob/?p=160

Tags: Arbeit, Globalisierung, menschen

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Ein neues Jahr

Aweihs | 5. Januar 2009

Ich weiß, ich bin etwas spät dran, aber es hat seine Gründe über die ich hier nicht reden will – kann – ??
Ich wünsche allen Lesern ein frohes neues Jahr und bedanke mich auf diesem Weg, sozusagen pauschal, für alle Weihnachts und Neujahrsgrüße.
Ich werde auch wieder kommunikativer – versprochen.

Es wird jeden Tag besser.

Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind.

Albert Schweitzer

Tags: human analysis, menschen, werte

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