stories

Mütter haben Recht !!!

Keine Geschenke von fremden Leuten annehmen.
So oder so ähnlich waren Ihre Worte.
Und was soll ich sagen, seit letzter Woche weiß ich Sie hatte Recht.

telekom.gif

Seit Ende 2001 bin ich Kunde der .
Seit letzter Woche weiß ich, dass die liebe Telecom irgendwann in diesem Zeitraum Ihren Kunden ein großzügiges Geschenk gemacht hat.
Sie hat uns das DSL-Modem geschenkt.
Vielen Dank liebe Telekom.

Am Freitag der letzten Woche, habe ich nun versucht zu Hause anzurufen.
Meine hingebungsvollen Versuche blieben allerdings ohne Erfolg. Demzufolge
habe ich meine Frau auf dem Handy angerufen und liebevoll nachgefragt, mit wem Sie denn seit ca. 2 Stunden auf beiden ISDN Leitungen telefoniert?

Sicher können Sie es sich schon denken. Wir waren via Festnetz schlicht nicht erreichbar. Auf Rückfrage bei der Störungsstelle der deutschen Telekom wurde uns freudig mitgeteilt, dass heute in unserem Nummernkreis größere Umbauarbeiten getätigt wurden. Jetzt aber die Leitungen wieder alle frei sind. Die spontane “Messung unserer Verbindung” ergab 100%.
Fazit, wahrscheinlich müssen Sie mal Ihre Anlage komplett vom Stromnetz nehmen, 15 Minuten warten damit sich die Kondensatoren entladen und schon ist wieder alles beim Alten.


Nach 30 Minuten hat meine liebe Frau wieder bei der Störungsstelle angerufen und mitgeteilt, dass alles beim Alten ist – allerdings beim Status Quo des Nichtfunktionierens.
Tja, dann muss wohl Ihr DSL Modem kaputt gegangen sein.
Das war auch der Sachstand, der mir beim “Nachhausekommen” mitgeteilt wurde. Also haben wir den NTBA direkt am “heißen Draht” der Telekom angeschlossen. Das Ergebnis war allerdings ernüchternd – keine Verbindung, nicht einmal ein leises Piepsen oder ähnliches.

Nun gut, wieder die Störungsstelle angerufen und die neusten Erkenntnisse mitgeteilt.
“Also, dann schicken wir Ihnen am Besten morgen einen Techniker vorbei.”

Samstagmorgen 09:30 Uhr es klingelt.
Der Servicetechniker der deutschen Telekom steht vor der Tür.
Guten Morgen, ich müsste mal Ihre Leitungen messen.
Gesagt getan, Leitungen im Dach und im Keller gemessen, etwas mit dem Techniker fachgesimpelt, keinen Fehler gefunden. Fazit des Servicemannes: Ich muss mal zu Ihrem Straßenverteiler, irgendwo zwischen Ihrem Haus und dem Verteiler in Ihrer Straße muss die Leitung unterbrochen sein.

Nach ca. 3 Minuten klingelt unser Festnetztelefon.
Unglaublich es geht. Wir haben wieder Telefon und DSL, wir sind wieder erreichbar, wir nehmen wieder Teil am Netz der Netze.
Tja zu früh gefreut, dass Telefon hat zwar seinen Betrieb wieder aufgenommen, nachdem unser Draht auch im Strassenverteiler wieder verdrahtet wurde,
allerdings hat das DSL-Modem nachhaltig seinen Dienst eingestellt.
Nach einer kurzen Diskussion mit dem Telekom Techniker, wurde mir freundlich mitgeteilt, dass die Schuldfrage, wer den nun wie das DSL-Modem zerstört hat, sowieso nicht zu beweisen wäre. Außerdem gehört das DSL-Modem ja Ihnen, das hat Ihnen die Telekom nämlich geschenkt. Also müssen Sie auch ein neues kaufen, wenn Sie wieder rein wollen ins Netz der Netze.

Kleiner Tipp von der Störungsstelle:

1. Versuchen Sie es mal bei einem T-Punkt Laden in Ihrer Nähe.
Die haben manchmal noch so alte DSL-Geräte und geben Ihnen vielleicht ein Austauschgerät auf Kulanz.

2. Ihr Fall ist eigentlich eindeutig.
Rufen Sie doch mal am Montag unser Backoffice an, die machen bestimmt was auf Kulanz.

Warum eigentlich auf Kulanz? Die Geschenkgarantiezeit ist im Januar 2004 abgelaufen. Proukthaftungsgesetz in Deutschland nur 2 Jahre – Gott sei Dank.
Tja, Pech gehabt. Geschenkt ist geschenkt.

Fazit:

1. Der T-Punkt Laden hatte natürlich kein “Kulanzaustauschgerät”. Wie denn auch in einer Profitcenterorganisation geht es schließlich um Profit nicht um Kulanz und nur um Kunden am Besten Neukunden und keine Alten mit Problemen, das macht nur Ärger und keine Profit.
Außerdem, müsse ja dann er (der Mitarbeiter des T-Punkt Ladens) mit der zentralen Störungsstelle abrechnen.
Das kostet – Nerven, Porto, Telefongebühren, Arbeitskraft … Das müssen Sie schon selber machen.

2. Die freundliche Dame aus dem Backoffice der zentralen Störungsstelle der Telekom hatte Verständnis für unser Anliegen.

3. Wir dürfen jetzt noch mal alles aufschreiben und bei der Störungsstelle einreichen.

4. Wir dürfen warten auf Bearbeitung, auf Entscheidung, auf Irgendwas.

5. Als Neukunde sind sie bei der Telekom immer herzlich willkommen.

6. Als Bestandskunde wirken Sie eher störend. Sie produzieren internen Aufwand.

Endgültiges Fazit:

Mütter haben Recht!!Keine Geschenke von fremden Leuten annehmen.
Ich möchte noch ergänzen:
Auf keinen Fall Geschenke von der Telekom annehmen – auch keine Schokolade.

telekom.gif

Frohe Ostern.

Verwandte Artikel

2 comments on “Mütter haben Recht !!!

  1. Hi Alex, sag mal musstest du um diesen Beitrag zu schreiben beim Nachbarn betteln oder arbeiten gehen?

  2. Ich musste vor allem feststellen, dass ich wohl süchtig bin. Der Offline-Zustand war schlicht unerträglich. Also habe ich für Ersatz gesorgt und ein neues DSL-Modem angeschafft. Das Modell ich bleibe einfach bei der Arbeit wurde von meinem Haushaltsvorstand aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen abgelehnt. Abschließend bleibt noch die Aufgabe, den nachträglichen Finanzierungsausgleich zu organisieren 😉

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.